Coocoons ziehen in Final Four ein – 100:92 Erfolg im Bayernpokal gegen Ansbach – McDuffie mit 30 Punkten Topscorer

100:92 besiegten am vergangenen Samstag die Coocoon Baskets Weiden im Bayernpokal Ligakonkurrent Hapa Ansbach und stehen damit im „Final Four“ am 1.4.2012 in Memmingen. Dank eines effektiven Schlussviertels konnten die Schützlinge von Trainer Kevin Decker gegen die Gäste aus Mittelfranken die Oberhand behalten und wahren ihre Chance auf den Einzug in den DBB-Pokal. Ansbach, das auf den am Knie verletzten Topscorer Goran Petrovic und Centerspieler Karim Aw verzichten mußte, kam vor knapp 150 Zuschauern in der Weidener Mehrzweckhalle zunächst besser in das Spiel. Vor allem über den sehr starken Matthias Meinel – am Ende standen 30 Punkte für ihn zu Buche – drangen die Gäste in der Anfangsphase zu leicht unter den Korb der Weidener und erspielten sich so einen stetigen Vorsprung von sechs bis acht Punkten.

Allerdings gestatteten die Gäste auch den Coocoons sehr häufig freie Wurfgelegenheiten, die zu Beginn der Partie vor allem Weidens Guard Darron McDuffie mit erfolgreichen Distanzwürfen ausnutzte. 24:20 führte Ansbach nach dem ersten Viertel und auch im zweiten Spielabschnitt legten beide Teams ihr Augenmerk mehr auf die Offensive, als auf die Defensive. Dabei blieben die Gäste immer leicht in Führung, auch weil die Coocoons nach erfolgreichen Offensivaktionen prompt im Gegenzug das Nachsehen hatten. Sehr unzufrieden mit der Verteidigungsarbeit seiner Mannschaft zeigte sich dementsprechend Weidens Trainer Kevin Decker zur Halbzeit. „50 Punkte in einer Halbzeit geht gar nicht“ schimpfte Decker, dessen Mannschaft dennoch nur 44:50 zurücklag.

Doch auch im dritten Viertel hielten die Gäste zunächst ihren Vorsprung. Immer wieder fanden die von Spielertrainer Dean Jenko gut eingestellten Gäste den freien Mann und konnten über ihre Guards Hertlein oder Probst punkten. Weiden versuchte in Abwesenheit von Justin Smith – der US-Amerikaner fehlte verletzt – aus der Distanz zum Abschluss zu kommen. Kapitän Manuel Langhammer (10 Punkte) traf dabei noch am besten.

Beim Stand von 67:69 ging es dann in den Schlussabschnitt. Zwei schnelle Körbe des überragenden Darron McDuffie (30 Punkte ) und von Pavel Novak sorgten zu Beginn des vierten Abschnittes für die erstmalige Führung der Coocoons, die nun plötzlich aufgeweckt wirkten. Aggressiv in der Verteidigung setzte man Ansbach zunehmend unter Druck . So gelang es Ansbachs besten Werfer Meinel vom Korb wegzuhalten, während auf der anderen Seite Pavel Novak seine ganze Klasse zeigte. Der Tscheche nutzte immer wieder seine individuelle Überlegenheit aus, konnte nur noch durch Fouls gestoppt werden und brachte so Weiden Punkt um Punkt weiter in Führung.

Zwei Minuten vor Ende führten die Coocoons deshalb mit 90:81. Ansbach versuchte nun mit Pressverteidigung und schnellem Abschluss das Spiel noch einmal zu drehen, doch der glänzend aufgelegte McDuffie und Emil Gaschimov (9 Punkte ) ließen sich im Spielaufbau nicht aus der Ruhe bringen. „Mann des Spiels war ohne Zweifel Michal Rolinek“ lobte Decker nach dem Schlusspfiff allerdings seinen Centerroutinier aus Tschechien. 18 Punkte und 20 Rebounds steuerte Rolinek zum verdienten Erfolg der Cocoons bei und ließ damit das Fehlen von Justin Smith fast in Vergessenheit geraten.

„Wir haben heute mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung das Fehlen von Justin überbrückt, dabei sicherlich auch davon profitiert, dass bei Ansbach Petrovic und Aw fehlten. Jetzt werden wir alles dran setzen, den Pokal auch zu gewinnen“ versprach Decker nach dem Spiel.

Coocoons:

Buckenleib, Gaschimov (9), Miklos (4), Novak (29), Langhammer (10), Fugett, Wunderlich, Rolinek (18), McDuffie (30).

Bild: H. Büttner
Text: T. Pausch

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