Dezimierte Coocoons am Ende ohne Chance in Ansbach ? Basketballer verlieren mit 81:97 und tauschen mit Ansbach die Plätze

Nach zuletzt drei Auswärtssiegen in Folge mußten die Coocoon Baskets Weiden am vergangenen Samstag gegen Hapa Ansbach das Feld erstmals in der Rückrunde als zweiter Sieger verlassen. 81:97 unterlag das Team von Trainer Kevin Decker in Mittelfranken und ist nun Tabellendritter der 1.Regionalliga Südost hinter Dresden und Ansbach. In einem echten Spitzenspiel fanden die Gastgeber, die ebenso wie die Coocoons dezimiert antreten mußten, als erste ihren Rhythmus.

Vor allem aus der Distanz traf Ansbach zu Beginn des Spiels sehr sicher und so konnten sich die Mittelfranken schnell absetzen, führten nach Ende des ersten Viertels mit 28:14. Hauptsächlich Shooting Guard Goran Petrovic machte der Mannschaft von Kevin Decker das Leben schwer und traf aus allen Lagen. ?Das war natürlich nicht nach unserem Plan, doch Goran hatte einen Sahnetag erwischt? sagte Decker nach der Partie.

Doch die Coocoons steigerten sich im zweiten Viertel und kämpften sich Punkt um Punkt heran. Vor allem ein stark aufspielender Marco Miklos führte seine Mannschaft zurück in die Partie, erzielte allein bis zur Halbzeit 16 Punkte und avancierte zum Topscorer seiner Mannschaft. So stand es zur Halbzeit nur noch 46:40 für die Hausherren, die ohne Distanzschütze Nico Probst und die Centerspieler Nganko und Dubienka auskommen mußten, während bei Weiden Steven Schulz fehlte.

Ausgeglichen ging die Partie dann im dritten Viertel weiter. Immer wieder zogen die Guards der Gastgeber geschickt zum Korb, wurden dabei von den Coocoonspielern entweder gefoult oder konnten auf den freien Mitspieler ablegen, so dass Ansbach leichte Punkte erzielen konnte. Auf der anderen Seite gelang es der Mannschaft von Kevin Decker allerdings mehr und mehr den Ball unter den gegnerischen Korb zu bringen, wo der US-Amerikaner in Diensten der Coocoons, Justin Smith, und auch Michail Rolinek punkteten. Zum Ende des dritten Viertels hatten die Coocoons den Rückstand dann um weitere drei Punkte verkürzt, so dass es beim Stand von 65:62 für Ansbach in den Schlussabschnitt ging.

?Leider hat sich dann Emil mit dem fünften Foul aus dem Spiel genommen? sagte Decker, der deshalb auf seinen Pointguard Gaschimov verzichten mußte. Neuzugang Darron McDuffie und vor allem Artur Buckenleib versuchten durch permanenten Druck, Goran Petrovic aus dem Spiel zu nehmen, doch dies gelang nicht völlig. ?Petrovic war einfach nicht zu stoppen an diesem Tag? sagte Kapitän Manuel Langhammer.

Die Entscheidung fiel dann ca. drei Minuten vor Schluss. Bei zwei Punkten Führung gelang es den Gastgebern mit drei gelungenen Aktionen die Führung auf elf Punkte auszubauen. ?Sowas kannst Du nicht mehr einholen. Dafür ist Ansbach zu routiniert?. Ein wenig ließen dann bei den Coocoons auch die Kräfte nach, was ? so Decker ? der kurzen Rotation geschuldet war. Am Ende stand dann eine 81:97 Niederlage.

?Ich bin nicht unzufrieden, auch wenn wir in den entscheidenden Schlussminuten geschickter hätten agieren müssen. Kompliment an Ansbach, bis auf das Statistikprogramm hat bei Ansbach heute alles gepaßt. Vielleicht können wir ja im Pokal wieder die Oberhand erhalten?. Denn bereits am 18.2. treffen die Coocoons im Viertelfinale des Bayernpokals zu Hause erneut auf Hapa Ansbach.

Coocoons:

Buckenleib, Gaschimov, Ringer, Schildbach, Novak, Smith, Rolinek, Miklos, Langhammer, McDuffie.

Bild: A. Schwarzmeier

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