Leipzig eine Nummer zu groß für Coocoons – Baskets verlieren 74:95 gegen Spitzenreiter

Ohne echte Chance waren die Regionalligabasketballer des Turnerbund am Samstag abend gegen Ligaspitzenreiter USC Leipzig. Ohne die krankheitsbedingt fehlenden Manuel Langhammer, Michael Kurz und Kapitän Daniel Waldhauser, die alle Opfer der grassierenden Grippe wurden,verloren die Coocoons klar mit 74:95.Dabei begannen die Gastgeber gut, führten 2:0 und hielten bis zum Ende des ersten Viertels mit 28:31 gut mit.

Dabei profitierten die Coocoons allerdings auch von Schwächen der Leipziger im Abschluß, die im ersten Viertel nicht wie gewohnt trafen.Zu Beginn des zweiten Viertels änderte sich dies jedoch.Ex-ProB Spieler Kevin Schweiger traf gleich zu Beginn mit drei Dreiern in Folge, so daß die Gäste den Vorsprung ausbauen konnten. Hinzu kamen Probleme beim Ballvortrag. Coach Polychraniadis hatte auf Zonen-Press-Verteidigung umgestellt, was bei Weiden mehrere Ballverluste im Spielaufbau produzierte und zu leichten Körben über den US-Guard der Gäste Monyea Pratt – abgeschlossen durch sehenswerte Dunkings – führte.

So wuchs der Vorsprung der „UNI-Riesen“ kontinuierlich an und betrug zur Halbzeit bereits 16 Punkte. Zwar versuchte die junge Mannschaft von Coach Uwe Glaser in der zweiten Hälfte noch einmal gegenzuhalten, aber Leipzig um die sehr guten Pratt und Harper, 24 Punkte, kam ein ums andere Mal zu gelungenen Korbaktionen. Erst als Glaser auf Zonenverteidigung umstellte, keimte im Lager der Weidener noch einmal Hoffnung auf. Aggressiv gelangen Ballgewinne, die in der Offensive gut zu schnellen Körben genutzt wurden.

Dort war jedoch an diesem Abend Marcus Vanderheide zu sehr auf sich allein gestellt. Der US-Amerikaner zeigte dem Weidener Publikum zwar einmal mehr, weshalb er zu Recht zu den Besten der Liga gehört. Leipzig konnte seinen Wirkungskreis nie wirklich begrenzen, obwohl teilweise zu zweit oder zu dritt gegen ihn verteidigt wurde. 41 Punkte, 9 Rebounds, 2 Assists und zwei Steals standen am Ende für den Power Forward zu Buche. Ohne die schmerzlich vermißten Daniel Waldhauser und Manuel Langhammer, vor denen Leipzigs Coach noch vor der Partie gewarnt hatte, reichte es aber nicht um den Spitzenreiter in Verlegenheit zu bringen. Eugene Wright kam grippegeschwächt nur auf 10 Punkte. Allein der wiedergenesene Christian Marx mit acht Zählern bei 100% Trefferquote und vier Rebounds war zu wenig Unterstützung für Vanderheide.

Gegen Ende konnten die Gäste aus Sachsen dann bei nachlassenden Weidener Kräften einen in der Höhe etwas zu deutlich ausgefallenen Sieg mit nach Hause nehmen.

„Leipzig ist eine Klasse für sich, das muß man anerkennen. Unsere Gegner kommen jetzt in den nächsten Auswärtsspielen in Würzburg und Dachau sowie zu Hause gegen Breitengüßbach“ sagte Coach Glaser nach dem Spiel.

In der Tat sind die kommenden drei Novemberspieltage die „Wochen der Wahrheit“ für die junge Mannschaft der Coocoons, die hoffentlich bald wieder in voller Stärke auflaufen kann.

Weiden spielte mit:

Wright (10), Vanderheide (41), Tobias Waldhauser (5), Bartel(2) Merkl, Schulz, Deinlein (6), Marx (8), Bieber (2)

Bericht: T. Pausch

Foto: G. Büttner

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