
Eine unnötige Niederlage kassierten die Coocoon Baskets Weiden am Sonntag nachmittag beim dritten Heimspiel in der Regionalliga Südost gegen die HSB Baskets Landsberg. 74:81 stand es am Ende einer Begegnung, in der die Weidener in fast allen Belangen enttäuschten.Vor knapp 300 Zuschauern in der Mehrzweckhalle starteten die Coocoons gut, führten schnell 2:0 durch einen Fast-Break, abgeschlossen über Tobias Merkl.
Doch das sollte die einzige Führung der Hausherren bleiben. Landsberg diktierte das Geschehen, setzte sich zum Ende des ersten Viertels auf 19:25 ab und hielt beständig einen sechs bis acht Punkte Vorsprung. Geschickt spielten die Gäste ihre Angriffszüge aus und kamen im Abschluß zu leichten Körben. Dabei machte es ihnen die Verteidigung der Coocoons leicht, spielte nicht aggressiv genug und kam oft einen Schritt zu spät.
Als man dann die Intensität erhöhte, wurden die Aktionen oftmals mit Fouls geahndet, so daß Weiden nie richtig ins Spiel kam.
Zwar lagen die Gastgeber zur Halbzeit auch dank zweier Dreier von Tobias Waldhauser nur mit 36:39 zurück, allerdings verschlief die Truppe von Coach Uwe Glaser den Start ins dritte Viertel. Schnell geriet man mit bis zu 16 Zählern ins Hintertreffen. Im Angriff spielten die Hausherren zu statisch, kamen selten zu gelungenen Spielzügen, vor allem als Landsberg auf Zonenverteidigung umstellte. Die Gäste doppelten ständig Marcus Vanderheide, stellten teilweise drei Spieler gegen den US-Amerikaner. Damit konnten sie den Power Forward in Schach halten , ohne daß die Coocoons den freien Mitspieler fanden. So erzielte der US-Boy nur 15 Punkte. Landsbergs Pointguard Jason Boucher hingegen drehte im zweiten Abschnitt auf, erzielte insgesamt 23 Punkte.
Auch im Schlußabschnitt bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Ballverluste in der Offensive, während Landsberg geschickt Ball und Gegner laufen ließ. Als den Weidenern langsam die Zeit davonlief, versuchten es die Gastgeber mit Pressverteidigung ohne jedoch die nötige Entschlossenheit zu zeigen. Knapp eine Minute vor Schluß mußte dann auch noch Marcus Vanderheide verletzt vom Platz. Zwar kämpften sich die Weidener noch einmal heran, mehr als das 74:81 war jedoch nicht mehr möglich.
„Das Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen,“ ärgerte sich ein enttäuschter Mannschaftskapitän Daniel Waldhauser nach dem Spiel. Der Kapitän hatte großen Kampfgeist gezeigt, erzielte 13 Punkte und holte acht Rebounds. „Landsberg war nicht besser als wir, nur cleverer“. Mit dieser Einschätzung lag Waldhauser richtig.
„Ich bin enttäuscht von meiner Mannschaft. Wir haben alles vermissen lassen, um in dieser Liga bestehen zu können“ sagte Coach Uwe Glaser nach dem Spiel.
Mit zwei Siegen aus fünf Partien stehen die Coocoons nun im unteren Drittel der Tabelle. „Wir können mehr, zeigen es aber nicht“, meinte der Coach. Das muß sich schnell ändern, will man nicht gegen den Abstieg spielen.
Weiden spielte mit:
Vanderheide (15), Krechting (2), Schulz, Deinlein (5), Waldhauser Daniel (13), Langhammer (6), Merkl (2), Bartel, Kurz (4), Bieber (2), Wright (19) und Tobias Waldhauser (6).
Bericht: T. Pausch
Foto: G. Büttner






Loading...



